DFB-Gegner Spanien: Ohrwurm gegen Costa Rica – Sport

Als wäre die 1:2-Niederlage gegen Japan am Mittwoch nicht genug Hiobsbotschaft für das Interesse Deutschlands an der WM, kam am Abend noch eine weitere Hiobsbotschaft hinzu. Eine der bisher stärksten Mannschaften des Spiels und des WM-Spiels wartet am kommenden Sonntag im zweiten der drei Spiele auf die Mannschaft von Bundestrainer Hansi Flick: Spanien.

Der Weltmeister von 2010 zeigte am Mittwochabend gegen Costa Rica eine beeindruckende Leistung. Er verwandelte sein Eröffnungsspiel in ein Spiel ohne Geschichte, in eine Show des Nichterfolgs. Spanien gewann mit 7:0 und führte die Tabelle der Gruppe H vor Japan und Deutschland an – und sendete eine subtile Botschaft der Vielfalt.

Als spanisches Ziel wählten die WM-Organisatoren Raphaels „Mi Gran Noche“: ein Lied, das zu den Klassikern der Christopher-Street-Day-Partys auf beiden Seiten des Atlantiks gehört. Infolgedessen wurde es sieben Mal von den Lautsprechern des Al-Thumama-Stadions gesendet. Und der erste Ohrwurm der WM.

Wäre das Match kein 90-minütiges Fußball-, sondern ein Basketball-Match gewesen, hätte Costa Ricas Trainer Luis Fernando Suárez nach dem 0:3 am Ende das Handtuch geworfen. Das heißt: nach einer halben Stunde gutes Spiel, denn schon jetzt ist klar, dass diese spanische Mannschaft so ziemlich alles hat, was eine gute Mannschaft ausmacht, und mehr als Costa Rica.

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Spanien hat so ziemlich alles, was ein tolles Team bei der WM ausmacht

Im Einzelnen: harte Arbeit, Personalarbeit, Kooperation, Enthusiasmus, Kreativität, Schnelligkeit, Aggression und Wissen über die Koryphäen des Spiels wie Busquets, Azpilicueta und Alba. Neben dem Interesse der Jugend, verkörpert durch Spieler wie Gavi und Pedri. Im Grunde bleibt am Mittwoch nur eine Frage offen: Was wird der Spieler Unai Simón machen? Denn Simón wird genug Zeit haben, um zur Maniküre zu gehen. Während des gesamten Spiels schoss Costa Rica, als wolle es das Land ohne Armee angemessen repräsentieren, kein einziges spanisches Tor.

Das Spiel der Spanier hingegen war von Beginn an eine Absichtserklärung. Trainer Luis Enrique verzichtete auf die klassische Neun – und forderte seine drei Sturmmänner Dani Olmo (Leipzig), Ferran Torres (FC Barcelona) und Marco Asensio (Real Madrid) auf, die Positionen wenige Minuten zu wechseln und den Platz hinter dem Unglaublichen und Dringenden zu räumen brauchen. verwirrte mittelamerikanische Verteidiger zu finden.

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Und dann ist da noch die Erfindung der „falschen Vier“ oder „falschen Sechs“, wie Sie wollen. Auf der Mittelachse stellte Luis Enrique im Mittelfeld die klassischen Sechser-Busquets und als nomineller Verteidiger ein weiteres „für“, Rodri, der geboren wurde. Und siehe da: Mit Rodri an der Seite von Laporte sieht Spaniens Abwehr zuletzt sicher und anders aufgebaut aus.

Olmo hatte den ersten nach drei Minuten und Asensio den zweiten nach 9 Minuten; Der Ball rollt am Tor vorbei. Olmo ging in der 11. Minute in Führung, vorbei an Torhüter Keylor Navas nach einem Lupfer von Gavi im Strafraum. Zehn Minuten später stand Asensio im Herzen des Strafraums der Mittelamerikaner frei – und verwandelte eine Flanke von Linksverteidiger Alba direkt. Dann kam die Zeit von Ferran Torres, der im Team „el yerno“ genannt wird, der Schwiegersohn, weil er mit der Tochter des Landestrainers Luis Enrique liiert ist.

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Torres, der beim FC Barcelona arbeitet und oft von Robert Lewandowski betroffen ist, erzielte vor der Pause (31.) und nach der Hälfte des Auftaktspiels (54.) einen Freistoß zum 3:0. Das 5:0 ist eine Augenweide hergestellt von Gavi. Nach einem tiefen Pass brachte der neunte eingewechselte Álvaro Morata in den Strafraum, wo Gavi geradeaus schoss.

Der Ball traf den rechten Innenpfosten. Mit 18 Jahren und 110 Tagen ist Gavi nun der zweitjüngste WM-Torschütze der Geschichte – hinter Pelé. Das sechste und siebte Tor erzielten zwei Einwechselspieler: Carlos Soler (90.) und Morata (90.+2), als die Feindseligkeiten der Fifa begannen: Acht Minuten Verlängerung für den langjährigen Costa-Ricaner.

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