E-Sport: Virtuelle Bundesliga beginnt und wird Pflicht

Die Liga startet am 15. November in die neue Saison. Allerdings nur mit 29 statt 36 Gruppen. Das soll sich nächste Saison ändern. Danach wird die Teilnahme an der virtuellen Bundesliga für alle ersten und zweiten Mannschaften verpflichtend – wer nicht teilnimmt, wird bestraft.

Denn obwohl es den eFootball-Vereinswettbewerb schon seit einigen Jahren gibt, hat die Gaming-Community kaum etwas davon mitbekommen. Einer der Gründe, warum die DFL eine Teilnahmepflicht einführt. Werder Bremen begrüßt das. „Klubs, die nicht an der Virtual Bundesliga teilnehmen, bekommen ein Bußgeld, das sie zahlen müssen. Und vielleicht wird es irgendwann zum Standard“, erklärte Bremens E-Sports-Beauftragter Dominik Kupilas.

„Das heißt, wenn du nicht dabei bist, kannst du in der Bundesliga nicht wirklich dabei sein. Wir sind nicht dabei.“ Doch die neue Rolle zeige das Gewicht der Konkurrenz und die steigende Arbeitsbelastung, teilte die DFL mit.

Das Spitzenteam fehlt

Aber das funktioniert nur, wenn alle mitmachen – vor allem große Organisationen – und das passiert gerade nicht. Borussia Dortmund und der FC Bayern München haben derzeit kein Esports-Team in der Liga, ebenso wenig wie die anderen Topteams dieser Saison: der SC Freiburg und Union Berlin.

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Bei den Bayern soll sich das auch in der kommenden Saison nicht ändern. Sie würden laut dem Wirtschaftsinsider lieber die Strafe der DFL in Kauf nehmen, als in die virtuelle Bundesliga einzusteigen. Denn: Die Datei hat eigentlich einen Supportvertrag mit dem Spieleentwickler, mit dem die DFL nicht zusammenarbeitet. Dank der Millionen von Dollar, die aus dieser Unterstützung geflossen sind, sollte die Leistung der Organisation möglich sein.

Was passiert, wenn man aus einer Profiliga rausgeschmissen wird?

Manche wollen das nicht, andere können nicht, wie der FC Ingolstadt. Die Spieler um Kapitän Tobias Schröck verabschiedeten sich aus der 3. Liga vom Realplatz, weshalb Ingolstadt bei der VBL nicht auf der grünen Fläche spielen darf. “Ich denke, wir waren im vergangenen Jahr sehr weit in der Liga, und ich finde es eine seltsame Regel, dass man nicht mitspielen kann, weil wir in der Liga sind”, sagte Schröck. “Jetzt Dritter”, sagte Schröck .

Doch die virtuelle Bundesliga ist ein Produkt der DFL und damit der ersten und zweiten Liga vorbehalten. Ob es in Zukunft noch eine Chance für Drittligisten und unterklassige Klubs geben wird, sich für die Virtual Bundesliga zu qualifizieren, ist noch nicht klar. Die DFL stehe aber “in Kontakt mit dem DFB, um ein möglichst schönes eFootball-Ökosystem zu schaffen”.

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Teures Esports-Team

Zwar wird es ohne die finanzielle Unterstützung der DFL für einige Organisationen schwierig. Denn laut DFL-Richtlinien braucht jede Mannschaft neben einem hauptamtlichen Trainer und einer im E-Fußball wichtigen Einheit mindestens drei Spieler. Für Arminia Bielefeld war es zu viel Geld für wenig Aufmerksamkeit. Sie lösten ihr 2019 gegründetes E-Sports-Team nach nur einem Jahr auf.

Der SC Paderborn hingegen macht mit seiner Mannschaft, obwohl das Geschäft bisher nur sehr wenig Wert hat: Rund 300.000 Euro hat der Klub bereits investiert – im Schnitt haben Fußballspiele auf dem Vereinskanal nur rund 80 Zuschauer. „Wir haben im Moment keinen eSport. Aber wir haben die Unterstützung der Deutschen Fußball Liga, die dieses Projekt jetzt am Anfang unterstützt“, sagte Direktor Martin Hornberger, „und ich denke, es wird noch weitere Probleme geben. In.“ In Zukunft wird es kooperative und unterstützende Partner geben.“

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E-Sport als Einnahmequelle

Auch der VfB Stuttgart löste seine Mannschaft zu diesem Zeitpunkt auf, gruppierte sich aber in dieser Saison neu. Die Entscheidung dazu habe laut Vorstandschef Alexander Wehrle die DFL allein getroffen, der Neustart werde vor allem als Chance gesehen, die Generation Z zu erreichen.

„Wenn man noch einen Schritt weiterdenkt und dann im europäischen Wettbewerb spielt, dann ist das sehr interessant und auch lohnend“, sagte Wehrle. Dasselbe hofft auch der Präsident der Virtuellen Bundesliga der DFL, Jörg Höflich: Er sieht das Potenzial, dass sich die Liga vom reinen Geschäft zu einem profitablen Produkt für die DFL entwickelt, zu einem weiteren Schwerpunkt für Organisationen. „Wo es hingehen kann, ist natürlich immer ein bisschen Bergkristall. Aber das Potenzial ist da“, ist Jörg Höflich klar.

Ob die virtuelle Bundesliga einen echten Mehrwert für die Vereine haben wird, bleibt abzuwarten. Sowie die Frage, ob die Liga von Fans und Organisationen angenommen wird. Fest steht nur: Jeder Verein muss. Ob sie wollen oder nicht.

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