Forscher wollen Vorhersage von Hawking auf die Spur kommen

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Stephen Hawking galt als brillanter Physiker.  Im Jahr 2018 starb ein Brite, der an ALS, einer degenerativen Motoneuronerkrankung, litt.  (Foto auf Lager)
Stephen Hawking galt als brillanter Physiker. Im Jahr 2018 starb ein Brite, der an ALS, einer degenerativen Motoneuronerkrankung, litt. (Aktenfoto) © Matt Dunham/dpa

Stephen Hawking gilt als Genie. Nun will das Forscherteam die Vorhersage des britischen Physikers im Labor testen.

Amsterdam – Der britische Physiker Stephen Hawking gilt als Genie und hat sich Zeit seines Lebens unter anderem mit dem Phänomen der Schwarzen Löcher beschäftigt. Bereits 1975 sagte ein aus der Quantenfeldtheorie und der Allgemeinen Relativitätstheorie abgeleiteter Physiker voraus, dass Schwarze Löcher Strahlung aussenden. Diese Strahlung ist nach ihm benannt und als Hawking-Strahlung bekannt. Bisher wurde es nicht entdeckt oder bewiesen, aber jetzt testet das Forscherteam die Vorhersage des 2018 verstorbenen Stephen Hawking im Labor.

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Um zu verstehen, worum es geht, müssen Sie zuerst wissen, was ein Schwarzes Loch ist: Es ist ein Objekt mit unfassbarer Schwerkraft – es zieht alles an sich. Materie, die einmal den sogenannten „Ereignishorizont“ überschreitet, kommt nie heraus. Da dies auch für Licht gilt, sind Schwarze Löcher praktisch „unsichtbar“ und daher sehr schwer zu untersuchen. Das berichtet hna.de.

Stephen Hawking hat das Phänomen der Schwarzen Löcher vorhergesagt

In den 1970er Jahren erkannte Stephen Hawking, dass bestimmte Quanteneffekte am Ereignishorizont das Schwarze Loch dazu veranlassten, Strahlung auszusenden – Hawking-Strahlung. Genauer gesagt hängt das vorhergesagte Phänomen mit Quantenteilchen zusammen, die oft paarweise auftreten – dem sogenannten Quantenfuchs. Hawking fragte sich, was passieren würde, wenn eines der beiden Teilchen über den Ereignishorizont in ein Schwarzes Loch fallen würde, sein Partner jedoch nicht.

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Dem britischen Physiker zufolge sollte ein Teilchen außerhalb des Schwarzen Lochs messbare Wärme abstrahlen. Hawking sagte damals auch voraus, dass die Strahlung umgekehrt proportional zur Größe des Schwarzen Lochs sein muss. Das bedeutet: Mikroskopisch kleine Schwarze Löcher würden sehr hell leuchten, während große Schwarze Löcher nur schwach leuchten.

Forscher wollen Hawking-Strahlung im Labor simulieren

Hawkings Theorien sind noch nicht bewiesen, weil Schwarze Löcher zu weit entfernt sind, um die schwache Strahlung zu erkennen. Aber ein Forscherteam unter der Leitung der Physikerin Lotte Mertens von der Universität Amsterdam arbeitet an einer Möglichkeit, die Strahlung auf der Erde zu simulieren. Gemeinsam mit Forschern des Leibniz-Instituts in Dresden arbeitet Mertens an praktischen Nachweisen im Labor.

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Physiker haben ein Modell entwickelt, in dem sie den von Hawking vorhergesagten Effekt im Labor simulieren wollen, wie z MDR gemeldet. Bei Erfolg könnte das Experiment die Lücke zwischen Albert Einsteins allgemeiner Relativitätstheorie und den Prinzipien der Quantenphysik schließen. (Tab)

Vor einigen Jahren begannen Wissenschaftler unter der Leitung von Stephen Hawking darüber nachzudenken, wie die Welt untergehen könnte.

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