Kunst im Büro sorgt für gute Laune – Wirtschaft

Das Büro kann einem schon irgendwie leid tun, weil es in den letzten drei Jahren so vernachlässigt wurde. Die Pflanze ist, falls vorhanden, verkümmert. Der Computerbildschirm und die Schreibtischstühle bleiben ruhig und privat. Es ist nicht sichtbar. Und jetzt stellen viele Unternehmen die Heizung ab, sodass Sie viele Pullover tragen müssen, um es richtig zu machen. Erst Corona und jetzt das Energieproblem: Wie gesagt, das Büro ist nicht einfach.

In unglaublich bürounfreundlichen Zeiten kommt diese Botschaft für alle Firmenchefs, die ihre Mitarbeiter zurück ins Büro holen wollen, zur rechten Zeit: Kunst am Arbeitsplatz steigert das Wohlbefinden. Das bestätigt das globale Immobilienunternehmen Brookfield Properties in einer Studie zum effektiven Arbeiten.

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Es ist logisch. Die Alternative ist ein trister, grauer Aktenschrank oder – noch schlimmer – ein offenes Regal voller alter Ordner, und wer hätte da nicht lieber ein Bild oder zumindest einen Kunstdruck. Wenn Unternehmen Kunst in ihren „Workspaces“ und kreativen Konferenzräumen posten, lösen sie im Idealfall sogar eine Kettenreaktion aus: mehr Menschen gehen zurück ins Büro. Sie werden dort den ganzen Tag abstrakte Kunst sehen. Lassen Sie sich tolle Ideen einfallen. Und bumm, der Umsatz des Unternehmens steigt.

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Das Problem ist natürlich, Kunst ist immer Geschmackssache und darüber lässt sich streiten. Die Gefahr ist groß, dass Unternehmen in Zukunft einfach beliebige Bilder an die Wand hängen, ohne zu überlegen, welche Designs tatsächlich die Produktivität steigern. Denn der Inbegriff moderner Kunst für den einen ist der lästige digitale Bilderrahmen des anderen, der alle zehn Minuten wechselt und immer gewinnt.

Damit gehören digitale Bilderrahmen bereits der Vergangenheit an. Der neueste Trend, vor allem in der Anfangsszene: Moos auf Holz. Sie stirbt nicht so schnell ab wie die Büropflanze auf dem Tisch, braucht aber auch Pflege. Es gibt also einen Haken. Dann stoppen Sie lästige Veröffentlichungen mit Motivationssprüchen wie „Work Hard, Dream Big“ oder „Success Starts in the Mind“, die sich eindeutig nicht aus Ämtern verbannen lassen. Anders ist ihre flächendeckende Präsenz in der Zentrale des deutschen Unternehmens nicht zu erklären. Es ist nicht bewiesen, dass solche Sprüche irgendwo irgendjemanden zu irgendetwas inspiriert haben. Aber wer weiß, vielleicht steht ja bald die nächste Studie an.

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