Nach Sieg bei Saint-Gilloise: Union Berlin steht in der Zwischenrunde der Europa League

Nach dem Sieg bei Saint-Gilloise

Union Berlin steht im Mittelfeld der Europa League


Union-Stürmer Sven Michel beim 1:0 (Foto: IMAGO / Matthias Koch)

IMAGO/Mathias Koch

Audio: Nikolaus Hillmann | Bild: IMAGO/Mathias Koch

Union Berlin ist in die zweite Runde der Europa League eingezogen. Am Abend gewannen die Berliner mit 1:0 bei Royale Union Saint-Gilloise in Belgien. Sven Michel wurde mit seinem Siegtor zum Mann des Abends.

Die Spieler des 1. FC Union Berlin haben es in die zweite Runde der Europa League geschafft. Die Köpenicker gewannen am Donnerstagabend ihr Auswärtsspiel bei Royale Union Saint-Gilloise mit 1:0 (1:0) und holten sich damit Erfolge im zweithöchsten europäischen Wettbewerb. Stürmer Sven Michel ebnete in Verbindung mit seinem Treffer in der sechsten Minute den Weg zum vierten Europa-League-Sieg von Union.

Michel traf zuerst

Der Abend in Belgien begann mit Hiobsbotschaften für Union Berlin: Die von Köpenickers im Eilverfahren eingereichte Klage gegen das Einreiseverbot für deutsche Fans in Leuven wurde abgewiesen. Die Mannschaft von Trainer Urs Fischer musste komplett ohne die Unterstützung ihrer beliebten Fans auskommen.

Obwohl Union-Stürmer Jordan Siebatcheu am Donnerstag im Stadion saß, saß er erstmals auf der Bank. Trainer Fischer vertraute Sven Michel auf seinen Platz in der ersten Elf und stellte auch Christopher Trimmel und Genki Haraguchi in die Startelf für Timoteusz Puchacz und Andras Schäfer.

Keine sechs Minuten waren gespielt, da zahlte sich Fischers schnelle Anpassung aus. Nach einem Elfmeter und einer Flanke von Sheraldo Becker aus der rechten Hälfte wurde Sven Michel im Strafraum gefunden. Halb fallend, halb liegend streckte Michel sich aus, fing den Ball mit dem rechten Fuß und schlenzte ihn ins belgische Tor zur 1:0-Führung.

Spiele werden zu Wettkämpfen

Daher ist Union die bessere Mannschaft. Obwohl die Köpenickers ihre Besitzer das Spiel machen lassen, sind sie aufmerksam und konsequent in der Abwehr und im Spielwechsel. Nach einer Ecke von Trimmel verfehlte Doekhi per Kopf knapp das 2:0 (14.), bevor ein Schuss von Becker aus rund 25 Metern ebenfalls etwas deutlicher das Tor kreuzte (21.).

Danach wurde das Spiel sowohl intensiv als auch umkämpft. Das aktuelle Spiel wurde durch falsches Spiel und ein paar Fouls verursacht, aber auch durch die Belgier, die jetzt etwas besser spielen. Den ersten Torschuss parierte Union-Torwart Frederik Rönnow in der 24. Minute. Kurz vor der Halbzeit stand der Däne wieder im Fokus: Die Union-Abwehr war entlastet und Saint-Gilloises Simon Adingra erschien sauber vor Rönnow. Er reagierte jedoch stark, entfachte Diskussionen über das angebliche Foulspiel und sorgte dafür, dass die Union mit 1:0 in die Halbzeitpause ging.

Die zweite Halbzeit begann mit einer Überraschung: Statt des Dänen Rönnow steht nun Lennart Grill im Tor der Gäste. Unions Torhüter erlitt in der ersten Halbzeit eine Oberschenkelverletzung. In der 51. Minute traf Grill eine unfaire Entscheidung bei der belgischen Hereingabe und hatte Glück, dass Adingra aus der linken Hälfte außerhalb des Strafraums nicht auf Köpenickers Tor traf.

Becker verpasste das 2:0

Kurz darauf tat Grill wieder seinen Job: Der Union-Schlussmann war zur Stelle, als Bart Nieuwkoop, der rechts gefährlich am Pfosten vorbeikam, einen direkten Schuss abgab. Insgesamt ist das Spiel nun ausgeglichen. Saint-Gilloise hatte wenig Ballbesitzvorteil, während Union sich auf ein Minimum beschränkte und die Offenheit lauerte. Sehr gut: Nach Weiterführung mit dem Kopf von Michel lief Becker am Gast-Torhüter Anthony Moris vorbei, der jedoch stark abwehrte (61.).

Es folgten drei Wechsel bei den Berlinern (Andras Schäfer, Morten Thorsby und Kevin Behrens für Haraguchi, Haberer und Michel) und eine Etappe mit vielen Unsicherheiten auf beiden Seiten, die von einigen Wechseln geprägt war. Mit einer Ausnahme: Kurz vor dem Finale wurde es im Union-Bereich noch einmal brenzlig. Beim Schuss der Gäste rettete Robin Knoche jedoch vor der Linie, sodass der wichtige 1:0-Erfolg für die Union und der Einzug ins Mittelfeld blieben.

Schwergewichte warten in der Mittelrunde

In der anschließenden zweiten Runde der Europa League trifft Union Berlin nun als Gruppenkonkurrent auf ein drittes Team, das aus der Champions League ausgeschieden ist. Darunter sind namhafte Klubs wie der FC Barcelona, ​​Juventus Turin und Ajax Amsterdam. Im Hin- und Rückspiel geht es dann um den Einzug ins Achtelfinale.

Kurze Analyse

Ein frühes Tor von Sven Michel ebnete in vielerlei Hinsicht den Weg für den Sieg der Union und den Einzug auf den zweiten Platz. Einerseits, weil es ein Tor ist, das die Berliner gewinnen müssen. Andererseits kann die Mannschaft dank Trainer Urs Fischer ihre Spiele richtig austragen.

Die Union schickte Saint-Gilloise weiter, blieb größtenteils sicher und wartete darauf, dass die Belgier im Angriff einen Fehler machen. Das nutzten die Berliner dann, um sich durchzusetzen, nicht zu viele, aber immerhin einige. Dass der vierte 1:0-Sieg in Folge auf europäischem Rasen für die Union ist, ist kein Zufall. Stattdessen ist der Erfolg auch ein Beleg für das europäische Wachstum, das die Union seit Beginn der Gruppenphase ein wenig mitgenommen hat.

Das sagte das Netzwerk

Pragmatisch, aber erfolgreich.

Zeit etwas zu ändern…

Das Spiel im Liveticker

Erschienen: rbb24, 3. November 2022, 18 Uhr


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