Polizei der Bahamas ermittelt wegen Kollaps von FTX | Freie Presse

Vor einigen Monaten landete der Chef der Krypto-Börse FTX auf den Titelseiten von US-Wirtschaftsmagazinen. Sam Bankman-Fried ist zurückgetreten. Ermittler untersuchen nun, ob möglicherweise kriminelles Fehlverhalten zur Insolvenz von FTX geführt hat.

Nassau.

Die Polizei auf den Bahamas hat eine Untersuchung eingeleitet, nachdem die Krypto-Börse FTX Insolvenz angemeldet hatte. Die Polizei sagte am Sonntag, dass ein Team von Finanzermittlern angesichts des globalen Zusammenbruchs von FTX eng mit der Sicherheitsaufsicht des Inselstaates zusammenarbeitet. Auf den Bahamas befinden sich die internationalen Geschäfte von FTX sowie der pensionierte Chef Sam Bankman-Fried. Zuvor hatte die Wertpapieraufsicht bekannt gegeben, dass das Unternehmen unter anderem des Betrugs von Kundengeldern verdächtigt wird.

Auch Lesen :  Bildschirmzeit von Kindern in Pandemie deutlich gestiegen | Freie Presse

Die bankunfreie globale Kryptoplattform FTX.com hatte vor einer Woche mit Zahlungsproblemen zu kämpfen, nachdem Zweifel an ihren Kapitalreserven zu einer Flucht zu ihrem Kunden und Abhebungen in Milliardenhöhe geführt hatten. Stand Mittwochfrüh sah es danach aus, als würde Konkurrent Binance den größten Teil der kranken Gruppe übernehmen. Doch dieser Plan scheiterte am nächsten Tag.

Auch Lesen :  Geldprobleme bei Twitter: Musk schließt Pleite nicht aus - dpa

Am Donnerstag gab die bahamaische Wertpapieraufsichtsbehörde bekannt, dass sie einige Vermögenswerte von FTX eingefroren und die Aufsichtsbehörde aufgefordert habe, sie zu beschlagnahmen. Laut FTX hat sie am Freitag Insolvenzschutz in den USA beantragt, und Bankman-Fried hat seinen Rücktritt als CEO angekündigt. Ryan Miller, Rechtsberater der US-Niederlassung von FTX, twitterte am Samstag, dass es „nicht autorisierte Transaktionen“ gegeben habe. Das britische Analyseunternehmen Elliptic berichtete, dass am Freitagabend Krypto-Assets im Wert von 473 Millionen US-Dollar von FTX gestohlen wurden.

Auch Lesen :  Formel 1: Red Bull akzeptiert Strafe wegen Überschreitung des Budgets - Sport

Als 30-jähriger Starunternehmer zierte Bankman-Fried vor wenigen Monaten die Titelseiten namhafter amerikanischer Wirtschaftsmagazine. Sein Unternehmen, das von Investoren einst mit 32 Milliarden Dollar bewertet wurde, brach innerhalb weniger Tage vollständig zusammen. Die FTX-Kontroverse belastete auch den bereits angeschlagenen Kryptomarkt. (Dipa)

Source

Leave a Reply

Your email address will not be published.

In Verbindung stehende Artikel

Back to top button