Rente: In diesen Bundesländern gibt es am meisten – Bayern abgeschlagen

Bei der Altersvorsorge gibt es große regionale Unterschiede. Aber es gibt eine große Lücke in den Löhnen von Männern und Frauen.

BERLIN – Immer mehr Rentner klagen über niedrige Löhne. Vor allem Frauen bleiben oft auf der Strecke, weil ihnen durch Kindererziehung oder Teilzeitarbeit oft wichtige Rentenpunkte entgehen. Allerdings sind die Rentnergehälter in Deutschland von Bundesland zu Bundesland sehr unterschiedlich.

Renten: Diese Bundesländer haben die meisten.

Im Durchschnitt ist die Altersrente im Saarland hoch, Rentner verdienen nach 35 Versicherungsjahren durchschnittlich 1593 Euro im Monat. Das zeigt der Rentenatlas 2022 des Deutschen Rentenversicherungsverbandes in Berlin. Unterschiedliche Rentensätze spiegeln Unterschiede zwischen den Regionen wider, beispielsweise auf dem Arbeitsmarkt. In der folgenden Liste können Sie nachlesen, welche Bundesländer die höchsten Durchschnittsrenten haben:

  1. Saarland: 1593 Euro
  2. Nordrhein-Westfalen: 1564 Euro
  3. Hamburg: 1531 Euro
  4. Hessen: 1524 Euro
  5. Baden-Württemberg: 1521 Euro
  6. Ost-Berlin: 1515 Euro
  7. Rheinland-Pfalz: 1492 Euro
  8. Schleswig-Holstein: 1483 Euro
  9. Niedersachsen: 1471 Euro
  10. Bremen: 1466 Euro
  11. Bayern: 1458 Euro
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Rentenstandards: Diese Länder bilden das Schlusslicht

West-Berlin (1.426 Euro), Brandenburg (1.402 Euro), Sachsen (1.364 Euro), Mecklenburg-Vorpommern (1.363 Euro) und Sachsen-Anhalt (1.353 Euro) weisen die niedrigsten durchschnittlichen Rentenniveaus auf. Schlusslicht bildet Thüringen. Das monatliche Bruttogehalt beträgt dort 1346 Euro, im Schnitt 247 Euro weniger als im Saarland.

Die Unterschiede sind die unterschiedlichen Möglichkeiten, in der Region zu arbeiten und Geld zu verdienen. Zu relativ hohen Renten in Saar-, Rhein- und Ruhrgebiet sagt die Rentenversicherung: „In der Vergangenheit haben hier viele Männer in gut bezahlten Jobs im Bergbau gearbeitet und erhalten daher relativ hohe Renten.“

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Rente: Frauen verdienen weniger als Männer

Im Durchschnitt erhalten Frauen in allen Regionen weniger Rente als Männer – aber die Unterschiede sind nicht überall gleich. „Generell ist der Unterschied zwischen den durchschnittlichen Renten von Männern und Frauen in Ostdeutschland geringer als im Westen“, heißt es im Rentenatlas. “Der wichtigste Grund: Frauen im Osten waren weniger Teilzeitbeschäftigte.”

Dadurch erreichten Frauen in der ehemaligen DDR eher einen vergleichbaren Status wie ihre männlichen Kollegen. Bei der Altersvorsorge verdienen Frauen in NRW im Schnitt 510 Euro weniger als Männer. In Sachsen beträgt diese Differenz nur 264 Euro.

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Ruhestand: Eintrittsalter steigt.

Das durchschnittliche Renteneintrittsalter ist gestiegen. Im Jahr 2000 lag das Durchschnittsalter bei Frauen bei 62,3 Jahren und bei Männern bei 62,2 Jahren. Im vergangenen Jahr waren die Menschen im Durchschnitt älter, als sie in Rente gingen – 64,2 Jahre für Frauen und 64,1 Jahre für Männer. Der Hauptgrund dafür als Rentenversicherung ist, dass frühere Renten anders als heute teilweise schon mit 60 Jahren von Frauen oder Arbeitslosigkeit in Anspruch genommen werden können. Zudem wird die Regelgrenze der Altersrente im Jahr 2029 schrittweise auf 67 Jahre angehoben. (dpa/s)

Glossar: © imageBROKER/Jan Tepass/Imago

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