Zugunfall bei Gifhorn: Erster Propangas-Kessel entleert | NDR.de – Nachrichten – Niedersachsen

Stand: 23.11.2022 12:17 Uhr

Rettungskräfte sind nach dem Umkippen eines Güterzuges bei Gifhorn weiterhin mit Bergungsarbeiten beschäftigt. Von den vier umgestürzten Kesselwagen war das größte Problem das Propangas.

Einer der vier umgestürzten Wagen sei inzwischen leer, sagte Feuerwehrsprecher Carsten Schaffhauser dem NDR. „Die anderen drei brennen derzeit“, sagte Schaffhauser. Das könnte tagelang so weitergehen. „Wenn alles gut geht, wird das Gas bis Ende der Woche freigegeben“, sagte Schaffhauser. Deswegen, Die Deutsche Bahn hat ihre Prognose zur Wiedereröffnung der Strecke Hannover-Berlin geändert. Die DB geht davon aus, dass die Rettungs- und Aufräumarbeiten noch bis zum 16. Dezember andauern werden.


Video: Gifhorn: Gasbrände von verunglückten Kesselwagen (1 min)

Niedrige Temperatur funktioniert nicht.

Der Prozess der Freisetzung von Propangas ist komplex. Technisch gesehen können Rettungsdienste nur etwa die Hälfte des Gases aus Kesseln pumpen. Die Spezialkräfte der Feuerwehr verbrannten das restliche Gas. Um dies zu tun, Gasförmige Flüssigkeiten müssen in einen Konzentrationszustand gebracht werden. Die Hotmobil genannte Maschine bereitet große Mengen warmes Wasser auf und verteilt es über eine Düse auf Wagen. Ein Feuerwehrsprecher erklärte, dass durch die Hitze die Gase wieder austreten, sich ausdehnen und unter dem Druck des Kessels verdichten. Die Rettungsdienste wurden wiederholt durch das eisige Wetter unterbrochen.

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Lob für „lokale Arbeitgeber“;

Das Entfernen von Propangas erfordert viel Arbeitskraft. Die Freiwillige Feuerwehr ist laut Schaffhauser in Zwölf-Stunden-Schichten mit je 20 Personen am Einsatzort stationiert. Fing es Feuer, hatte das Team zehn Minuten Zeit, um die Waggons abzukühlen. „Das ist eine Belastung für alle“, sagte Feuerwehrsprecher Schaffhauser dem NDR in Niedersachsen. Er sagte: “Ich begrüße die Arbeitgeber in der Gegend. Sie haben gut gespielt.”

Die Bahn rechnet mit massiven Schäden an der Infrastruktur.

Bei dem Unglück am Donnerstag fuhr ein mit Propangas gefüllter Güterzug mit 25 Wagen in einen abgestellten Güterzug bei Leiferde. Vier Autos kippten um, zwei davon waren undicht. Erst wenn die umgestürzten Kessel vollständig entgast sind und die Feuerwehr weitergeht, kann die Deutsche Bahn mit weiteren Aufräum- und Instandsetzungsarbeiten beginnen. Nach dem Unfall, Die Gruppe hat Freileitungen, Erwarten Sie massive Schäden an Leit- und Sicherungstechnik sowie Gleisbetten.

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Gewerkschaftspolizei: Vahan-Mitarbeiter, der für einen Verkehrsunfall verantwortlich ist.

In der Zwischenzeit, Warum ein Güterzug am Donnerstagmorgen in die andere Richtung fuhr, hat die Bundespolizei ermittelt. Zugunfallermittler der Bundespolizei werteten Daten zum Zugbetrieb aus und stellten fest, dass ein Mitarbeiter der Deutschen Bahn irrtümlicherweise einen Schienenabschnitt bei Leiferde freigegeben hatte – während der Güterzug noch dort stand.

Die Gemeinde Bahan beschloss, gegen den Angestellten vorzugehen.

Das Bahnpersonal ließ den Güterzug während des Abschnitts mit 40 km/h fahren. Der Zug fuhr dann auf einen stehenden Güterzug auf. Ein Lokführer wurde leicht verletzt ins Krankenhaus gebracht, der zweite leicht erschüttert. Gegen den Bahnangestellten wird nun wegen Gefährdung des Bahnverkehrs und fahrlässiger Körperverletzung ermittelt. Technisches Versagen schließen die Ermittler nach aktuellem Stand aus.

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Mehr Informationen

ICE mit Notiz "Betreten verboten!  Gate-Station" Befindet sich am Hauptbahnhof Hannover.  © dpa Foto: Julian Stratenschulte

Die Bahn hat ihren ursprünglichen Zeitplan revidiert. Grund dafür sind die komplizierten Rettungsarbeiten und das Wetter. Mehr

Eine Szene von entgleisten Güterzügen.  © Screenshot

4 Minuten

Die Ursache einer weiteren Güterzugkollision ist noch unklar. Reporter Dominik Semrau ist vor Ort. (17.11.2022) 4 min

Dieses Thema im Programm

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 23.11.2022 | 23:00 Uhr

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